Stillförderung Schweiz

Empfehlungen zum Umgang mit Schnullern (Nuggis) bei gesunden Säuglingen

In den ersten Tagen nach der Geburt – während der Zeit, in der das Neugeborene lernt, an der Brust zu trinken – kann die Verwendung eines Schnullers das Saugverhalten beeinflussen. Dies kann dazu führen, dass der Säugling die Brust nicht wirkungsvoll entleeren kann und zu wenig Milch zu sich nimmt. Milchstau, verminderte Milchproduktion und geringere Gewichtszunahme können die Folge sein. Der frühe Einsatz des Schnullers kann dazu beitragen, dass Frauen ihre Kinder weniger lange voll stillen.

  • Das Stillen ist die wichtigste Vorbeugungsmassnahme gegen verschiedenste Erkrankungen und unterstützt die gesunde Entwicklung des Kindes. Daher sollte der Schnuller frühestens dann eingeführt werden, wenn das Stillen gut gelingt.

  • Der Schnuller sollte nicht als erste Beruhigungsmassnahme für einen unruhigen Säugling dienen. Zuwendung, Körperkontakt, Tragen und andere Beruhigungsmöglichkeiten sollen vorrangig angewendet werden. Gestillte Kinder sollen an der Brust nicht nur ihr Nahrungs-, sondern auch ihr Saugbedürfnis befriedigen können.

  • Wenn ein Schnuller verwendet wird, sollte er verantwortungsbewusst eingesetzt werden. Sein Einsatz soll dem Prinzip «so wenig wie möglich, so viel wie nötig» folgen.

  • Für nicht gestillte Kinder gelten die oben beschriebenen Punkte ebenfalls. Sie können zum Einschlafen und bei Bedarf zum Sich-Entspannen einen Schnuller erhalten, sofern sie ihn gerne akzeptieren.

  • Keinesfalls soll ein Schnuller aufgezwungen werden und auch nicht erneut in den Mund gesteckt werden, wenn er herausgefallen ist.

Der richtige Zeitpunkt, um ein Kind vom Schnuller zu entwöhnen, kann ganz unterschiedlich sein. Nach dem ersten Lebensjahr kann das gewohnheitsmässige Saugen am Schnuller zu Zahn- und Kieferfehlstellungen und zu Störungen bei der Sprachentwicklung führen. Dabei spielen Dauer und Häufigkeit des Saugens am Schnuller eine Rolle. Ein Kind sollte immer wieder Gelegenheit haben, ohne Schnuller im Mund zu sein. Mundraum und Gesicht können sich entspannen, der Säugling kann Laute bilden, kommunizieren und seine Hände und seine unterschiedliche Umgebung mit den sensitiven Lippen erfahren und wahrnehmen, was sich positiv auf die Interaktion mit dem Umfeld auswirkt.


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